Pilatus B4 von Multiplex

die Pilatus B4 als MPX-Baukasten

Mark Schweihers "Pilatus B4" ist ein semi-scale Nachbau des schweizer Kunstflugseglers der 70er Jahre. Das Original war damals noch aus Aluminium gefertigt, der Multiplex-Baukasten enthält dagegen einen GfK-Rumpf und Styro-Abachi-Tragflächen. Das Modell hat eine Spannweite von 2,60 m und wiegt etwa 2,1 kg.

Man sagt den B4-Modellen als Kunstflugsegler-Nachbauten ja immer ein kritisches Überziehverhalten nach. Nun, kurz gesagt - das Multiplex-Modell bietet hier die willkommene Ausnahme. Das Modell verhält sich, einmal in der Luft, relativ sicher - ein Ausbrechen oder rasches Abkippen aus der stabilen Fluglage kann nicht bestätigt werden. Auch beim Überziehen im Langsamflug reagiert das Modell noch auf die Ruder.

Nase auf Stein ergibt Loch...
Lediglich zu kleine Anfangsgeschwindigkeiten mag sie überhaupt nicht: Einwurfversuche in der Ebene aus der Hand sind einfach zwecklos und an der Hangkante verlangt sie einen tüchtigen Schwung den Hang abwärts. Wer das nicht beherzigt, handelt sich evtl. eine lädierte Nase ein (wie im Bild nebenan zu sehen...).
Den Störklappen sollte etwas Höhenruder zugemischt werden, da nimmt die B4 die Nase doch deutlich nach unten. Nach meiner Erfahrung sind 5% (mit den von Multiplex vorgeschlagenen Ruderausschlägen) bei voll gesetzten Störklappen richtig.

Die Ausführung des Baukastens (und der ausführlichen Bauanleitung) kann ebenfalls gelobt werden: es ist nahezu alles im Bausatz enthalten, die Servoausschnitte sind passend für MPX-Flächenservos ausgefräst. Nur an der Länge der beiliegenden Anlenkungen und des Steckstahls wurde etwas gespart, hier würden ein paar Zentimeter mehr etwas weniger Kopfzerbrechen bereiten.
Mittlerweile wird der eigentlich von Fa. TANGENT hergestellte Baukasten über die Fa. Graupner vertrieben, technisch praktisch identisch wie zuvor zu Multiplex-Zeiten.

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